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Schraubverbindungen einfach mit Gewindebohrer herstellen

Der Gewindebohrer ist ein Spezialwerkzeug, das dem passionierten Heimwerker viele neue Möglichkeiten, insbesondere bei der Instandhaltung alter Möbel, an die Hand gibt. Wie die Bezeichnung bereits erahnen lässt, kann man mit dem Gewindebohrer Gewinde für Schraubverbindungen bohren. Wenn also an angestrebter Stelle kein Gewinde vorliegt oder alle verfügbaren Schrauben nichts hermachen, dann kommt der Gewindebohrer zum Einsatz. Der Gewindebohrer ist das Gegenstück zum Gewindeschneider. Mit Letzterem kann man eigene Schrauben herstellen, indem man entsprechende Metallstäbe mit einem passenden Außengewinde analog zum Gewindebohrer versieht. So lassen sich ganz eigene Schraubverbindungen realisieren. Mit dem Gewindebohrer kann man Gewinde in Holz, Metall und in Kunststoff bohren.

Welche Gewindebohrer gibt es?

Gewindebohrer werden entweder mittels Windeisen oder Ratsche von Hand betrieben oder als entsprechender Bohrkopf auf der Bohrmaschine. Beides hat seine Vor- und Nachteile. So geht es mit der Bohrmaschine grundsätzlich schneller. Allerdings ist die Toleranz für Fehler in der Anwendung geringer, da man bei schnellerer Arbeitsweise entsprechend schneller Fehler machen kann. Eine handbetriebene Lösung ist zwar aufwändiger und zeitintensiver, da in drei Schritten (mit drei jeweils größeren Gewindebohrern) das Loch gebohrt werden muss. Dafür bietet sie aber mehr Raum für Kurskorrekturen, falls nötig, und gibt so mehr Sicherheit, ein sauberes Resultat zu erzielen. Handbetriebene Gewindebohrer werden mittels Außenvierkant mit dem Windeisen bzw. der Ratsche verbunden.

Eine Auswahl der besten Gewindebohrer (Zusammengestellt nach Kaufempfehlung von Amazon Kunden):

  • Projahn Einschnitt G... EUR 22,80
  • Mannesmann Gewindesc... EUR 23,90
  • JTENG 6 teilig Kombi... EUR 10,99
  • Fortag 5 teilig Gewi... EUR 9,99
  • Ruko Maschinengewind... EUR 46,99
  • Drillpro Profi 6-tei... EUR 12,99
  • Wie arbeitet man mit einem Gewindebohrer?

    Wenn man ein Gewinde bohrt, sind in der Vorbereitung sowie in der Ausführung Präzision gefragt. Ein kühler Kopf und eine ruhige Hand sind Grundvoraussetzung. Zunächst einmal muss man dort, wo später das Gewinde entstehen soll, ein Bohrloch mit einem Bohrer für das entsprechende Material bohren. Dieses Bohrloch muss dem äußersten Durchmesser des Gewindes mal dem Faktor 0,8 entsprechen. Daraus ergibt sich, entsprechend den Normgrößen für Gewindebohrer (M) folgende Tabelle für die Bohrlöcher (Normgröße Gewinde – Durchmesser des Bohrlochs):

    • M1 – Ø 0,75 mm
    • M2 – Ø 1,6 mm
    • M3 – Ø 2,5 mm
    • M4 – Ø 3,3 mm
    • M5 – Ø 4,2 mm
    • M6 – Ø 5 mm
    • M7 – Ø 6 mm
    • M8 – Ø 6,8 mm
    • M9 – Ø 7,8 mm
    • M10 – Ø 8,5 mm
    • M11 – Ø 9,5 mm
    • M12 – Ø 10,2 mm 

    Ist das Bohrloch erst einmal entstanden, kommt der Gewindebohrer zum Einsatz. Egal, ob man mit dem Windeisen oder der Bohrmaschine arbeitet, in jedem Fall ist die Spitze des Bohrers mit Schneideöl zu versehen. Durch die naturgemäß hohe Reibungsfläche bleibt man sonst sehr leicht stecken. Schlimmstenfalls kann dabei der Bohrer abbrechen, was sowohl das Gewinde als auch das Werkzeug ruiniert. Zunächst bohrt man leicht an, um sicherzustellen, dass man genau senkrecht in den Werkstoff hineinbohrt. Am Anfang hat man noch Raum für Korrekturen. Hat das Gewinde hingegen eine gewisse Tiefe erreicht, ist dies nicht mehr möglich. Man geht also sachte vor und nähert sich dem gewünschten Resultat an. Sollte es sich beim Werkstoff um Metall handeln, sollte man nach ein bis zwei Umdrehungen immer wieder etwas zurückdrehen, um die harten Metallspäne im Innern zu brechen.

    Beim Handbetrieb mit dem Windeisen sollte man immer beide Griff packen, um eine gleichmäßige Krafteinwirkung sicherzustellen. Andernfalls steigt unnötigerweise das Risiko, den Gewindebohrer abzubrechen. Gewindebohrer müssen naturgemäß sehr steif sein. Das macht sie zwar einerseits stabil aber nicht besonders flexibel. Bei falscher Anwendung können sie schnell brechen.

    Wenn man das Gewinde gebohrt hat, kann man noch den Gewindeeingang mit einem Senker anbohren, sodass die Schraubköpfe später ganz mit eingedreht werden können. Das macht insbesondere bei Möbeln eine bessere Figur.

    Worauf ist beim Kauf zu achten?

    Da es sich bei Gewindebohrern um ein anspruchsvolles Spezialwerkzeug handelt, lohnt es sich, durchaus etwas mehr auszugeben. Ansonsten ist der Ärger groß, wenn allein wegen schlechter Materialqualität ein Bohrer bricht und der gesamte Arbeitsschritt vor die Hunde geht. Schneideöl muss man ebenfalls definitiv im Haus haben!

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